18
Jun

Schöne und gesunde Zähne

   Posted by: Adrian   in Eindruck

…waren schon immer ein Traum für mich – wie für viele andere wohl auch. Träume sind Luxus und Zähne sind Luxus geworden heutzutage, aber getreu dem Kommentar eines vorherigen Beitrages hier, ist 2009 das Jahr der großen Projekte bei mir.

So hab ich mich entschlossen, einen letzten Versuch zu starten und meine Zähne mal einigermassen gerade und schön “machen zu lassen”.

Ich gehörte damals zur Schulzeit auch zu der Sorte Kinder, die mit einer Baustelle im Mund durch die Welt liefen und für eine kurze Zeit hielt die feste Zahnklammer auch das, was sie versprach. Doch dieser Vollidiot von Kieferorthopäde, dessen Unfähigkeit bis in sein Heimatland nach Griechenland wohl reicht, dessen Name ich hier nicht nennen möchte, sonst würden eventuell ein paar Leute seine Praxis in Köln-Nippes wohl meiden,… ähm… also dieses Ausgeburt von Inkompetenz hat es nicht fertiggebracht mir so einen komischen Draht einzusetzen, damit sich meine Zähne nicht wieder zurückverschieben. Wie ich nun mittlerweile weiß, ist dieser Draht, der hinter den Zähnen angebracht wird, die Stabilisation und eine gute Methode, die Zähne in einer schönen Form zu erhalten… wie auch immer, als unwissendes gutgläubiges Schulkind ist man auch eines Tages froh, wenn das Metallgerüst aus dem Mund wieder verschwindet. Nach ein paar Jahren stellt man dann fest, oh oh… die Zähne laufen wieder weg… blöd… zu dumm dass man mittlerweile aus dem Alter raus ist, wo die Krankenkasse sowas übernimmt… zumal sich in Sachen Zähne in den letzten 10 Jahren viel getan hat, was Krankenkassenleistung und Kosten betrifft.

So stehe ich also nun vor dem Spiegel und denke mir, wie toll es wäre auch so ein schönes Lachen zu haben, wie viele andere. Obwohl ich das Geld nicht morgens auf der Toilette produziere (um es mal schön zu umschreiben), habe ich mich, wie gesagt, nun doch entschlossen einen letzten Versuch zu starten, meine Zähne zurecht zu rücken. Ich hatte im Grunde mehrere Möglichkeiten zur Auswahl.

1. sichtbare Metallbrackets

…oder wie es jeder kennt, die feste Spange, die auch viele Kinder und Jugendliche haben. Die Kosten bei meiner Behandlung hätten sich auf ca. 2500 bis 3000 EUR belaufen. Die Krankenkasse übernimmt sogar einen großen Teil der Behandlung. Für Erwachsene, je nachdem welchen Beruf sie nachgehen usw., kann das eine eher ungeeignete Lösung sein. Da ich auch nicht nochmal 2 oder 3 Jahre mit so einem Gestänge im Mund rumlaufen wollte, schob ich diese Möglichkeit erstmal nach hinten

2. unsichtbare oder transparente Brackets

…sind im Grunde dasselbe wie sichtbare Metallbrackets nur nicht aus Metall, sondern aus Kunststoff oder Keramik. Sie sind transparent oder Zahnfarben und damit unsichbar – lediglich der durchgehende Draht ist als Strich auf den Zähnen zu sehen. Das gefiel mir schon besser, allerdings sind diese Brackets deutlich teurer als die Metallgeschwister und (wer hätts gedacht) die Krankenkasse übernimmt keine Kosten. Ole oleeee…

3. linguale Brackets

…sind ebenfalls unsichtbar, weil sie nicht vorne sondern hinten an den Zähnen befestigt werden. Diese Brackets sind aus Metall und denen in Punkt 1 dargestellten Brackets sehr ähnlich. Die Herstellung und Behandlung dieser lingualen Brackets ist teuerer, individueller und aufwändiger als die in Punkt 1. Da es sich um eine ästhetische Lösung handelt und man diese Lösung bevorzugen würde, resultiert logischerweise daraus, dass keine Krankenkasse in Deutschland sowas bezahlt… logisch oder? Man könnte es ja sonst in Anspruch nehmen.

4. Invisalign (geschützter Name)
Die Art der kieferorthopädischen Behandlung ist relativ neu und sieht keine feste Installation im Mund vor, wie die vorherigen Methoden. Die Behandlung wird mittels transparenten Kunstoffschienen durchgeführt, die herausnehmbar und austauschbar sind. Diese Schienen werden in bestimmten Zeiträumen (3, 2 Wochen oder wöchentlich) ausgetauscht, um so die Zahnverschiebung zu realisieren. Dabei ist jede Schiene 100% den Zähnen und dem jeweiligen Stand angepasst. Diese Schienen stören nicht beim Sprechen und sind unsichtbar und man muss sie nur zum Essen abnehmen. Eine schöne und unkomplizierte Methode… ja genau, zu modern, zu schön, zu innovative für deutsche Krankenkassen… keinen Cent gibts da zu erwarten und die Behandlung ist nicht gerade billig.

So stand ich also da und hatte nach 2 Beratungsgesprächen mit unterschiedlichen Kieferorthopäden die Qual der Wahl. Fest stand für mich nur, es wird was passieren, aber wie?
Günstig und hässlich oder teuer und schön? Nach langem Überlegen hatte ich mich nun für Möglichkeit 4 entschieden… Invisalign. Es bestand eine zinslose Finanzierungsmöglichkeit und da ich eine möglichst unsichtbare Lösung haben wollte und sich preislich nicht allzu viel zwischen Möglichkeit 2 bis 4 tat, fiel die Wahl auf Invisalign.

Voller Spannung ging ich gestern zum Kieferorthopäden, um mir nach 4 monatiger Wartezeit, meine Schienen oder zumindest die erste abzuholen. Zuvor wurden genaue Abdrücke genommen und mit Behandlungsplan zum Hersteller geschickt. Dort wurden die Schienen passgenau für den gesamten Behandlungszeitraum hergestellt. Ich bekam also gestern meine erste von 81 Schienen und heute sitze ich hier und tippe diesen Blogartikel und muss sagen… joooo man kann damit leben. Das Sprechen ist wirklich problemlos möglich. Die Schienen stören am ersten Tag sehr… zumindest war das so bei mir. Durch den Fremdkörper im Mund ist eine erhöhte Speichelproduktion angesagt, die Zunge tastet ständig die Schiene ab, weil es ungewohnt ist… das Rein- und Rausnehmen der Schiene ist anfangs schmerzhaft und schwer, aber bereits am zweiten Tag stellte ich fest, dass es deutlich besser ist. Ein normales Druckgefühl ist noch da, klar die Zähne werden ja jetzt langsam bewegt… aber das ist ok. Einen Nachteil: Cola, Orangensaft und andere säurehaltige Getränke sollte man nicht mit Schienen im Mund zu sich nehmen, da das Material angegriffen werden kann. Nach drei Wochen werde ich die Packung öffnen, wo die große 2 drauf steht, und die ersten Schienen (oben und unten) sind damit abgenutzt.

Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt, aber ich bin guter Dinge.
Es bleibt auch im Grunde jedem Erwachsenen überlassen, für welche Methode er sich entscheidet, wenn er eine kieferorthopädische Korrektur vornehmen möchte. Ich habe mich getraut, etwas neues auszuprobieren und ich denke, ich werde es nicht bereuen.

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This entry was posted on Donnerstag, Juni 18th, 2009 at 08:51 and is filed under Eindruck. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

2 comments so far

 1 

Ich wusste gar nicht, dass man mit einer Klammer (egal wie unsichtbar) die Zähne noch zurechtrücken kann, wenn sie sich nicht mehr im Wachstum befinden. Oder ist das bei dir etwas besonderes?

Juni 19th, 2009 at 05:51
Zahnteufel
 2 

Huch ich wußte gar nicht das Du das jetzt machst! Wow ich bin neidisch-bei mir war das damals nicht möglich denn mein Zahn war angeblich zu schief.Ich drücke die Daumen das es bei Dir was bringt, denn ich weiß,DAS ist echt nicht billig! Naaa wer hats geschieben???!!! ;-)

Juli 28th, 2009 at 12:39

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  1. or-k.com » Blog Archive » Schöne und gesunde Zähne – Teil 2    Apr 13 2010 / 12pm:

    [...] Ich stand damals vor der schweren Entscheidung wie, mit welchen Mitteln und zu welchem Preis. Hier nachzulesen… Die Entscheidung fiel damals dann auf Invisalign und nun, nach ziemlich genau 10 Monaten, kann ich [...]

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