21
Okt

Uhrenumstellung

   Posted by: Adrian   in Ausdruck

Am Sonntag, den 25.10. werden die Uhren umgestellt. Das bedeutet eine Stunde mehr Schlaf, länger feiern oder je nachdem auch länger arbeiten. Die Zeitumstellung erfolgt zeitgleich in allen EU-Staaten und in den meisten europäischen Nachbarstaaten.


Die Anpassung der Funkuhren an die Winter-/Sommerzeit erfolgt automatisch. Taktgeber für den Zeitwechsel ist die Atomuhr der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Über den Langwellensender DCF77 der Deutschen Telekom in Mainflingen bei Frankfurt/Main schickt sie Sonntagnacht ein Signal an alle funkgesteuerten Uhren in einem Umkreis von 2.000 Kilometern. An diesem Signal hängen beispielsweise Rundfunk- und Fernsehstationen, rund 120.000 Uhren der Deutsche Bahn, Tarif-Schaltuhren der Energieversorger, die Verkehrsregelung und natürlich auch alle privaten Funkuhren. “Das Signal hat eine Reichweite von 2.000 Kilometern und wird somit in ganz Europa empfangen”, erklärt Dirk Piester von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt. “Selbst wenn in der entsprechenden Nacht deutschlandweit der Strom ausfällt, geht die korrekte Zeit nicht verloren.” Die geräuschlosen, supergenauen Uhren laufen in diesem Fall mit Hilfe einer Batterie oder eines Generators weiter.

Vielen Menschen bereitet die Zeitumstellung im Frühjahr Probleme, da sie eine volle Stunde für Aktivitäten und Schlaf verlieren. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der menschliche Organismus die Zeitumstellungen nur schwer verkraftet. Die “gestohlene” Stunde im Frühjahr bringt den Körper aus dem Rhythmus, denn unsere innere Uhr stellt sich oft gar nicht auf die neue Zeit um. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind am besten mit einem Mini-Jetlag vergleichbar. Schlafstörungen, Gereiztheit, Appetitlosigkeit und depressive Stimmungen können die Folge sein. Wer kann, sollte die ersten Tage nach der Umstellung eine Stunde länger als sonst schlafen. Gesundheitsexperten raten Menschen, die üblicherweise einen Mittagsschlaf halten, eine Woche lang darauf zu verzichten. Grund: So kann sich der Bio-Rhythmus leichter neu einstellen und man schläft nachts besser.

Die fehlende Stunde gibt es jedes Jahr im Oktober zum Glück wieder zurück. Dann endet die Sommerzeit, die Uhren werden eine Stunde zurückgestellt. Grundlage für die Zeitumstellung ist eine EU-Regelung. Sie besagt, dass die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) in allen Mitgliedstaaten jeweils am letzten Sonntag im März beginnt und am letzten Sonntag im Oktober endet.

Die Idee einer jährlichen Zeitumstellung wurde erstmals im Jahre 1784 von Benjamin Franklin in einem Brief über „die Kosten des Lichtes“ an die Herausgeber einer Pariser Zeitschrift erwähnt, in dem er den hohen Verbrauch an Kerzen kritisierte. Angesichts des humorvollen Charakters des Textes ist allerdings nicht klar, ob es sich um einen ernsthaften Vorschlag Franklins handelte.
Ernsthaft wurde die Idee erstmals im Jahre 1907 von William Willett vorgeschlagen. Trotz Lobbyarbeit konnte er die britische Regierung jedoch nicht zur Einführung der Sommerzeit bewegen.
Eingeführt wurde die Zeitumstellung erstmals am 30. April 1916 in Deutschland, in Österreich-Ungarn und noch im selben Jahr auch in Irland. Die Bezeichnung, die die Iren für die Zeitumstellung fanden, „Daylight Saving Time“ (wörtlich übersetzt: „Tageslicht aufsparende Zeit“), beschreibt den Zweck, nämlich die Stundenzahl mit nutzbarem Tageslicht zu vergrößern.
Im Jahr 1975 beschlossen die meisten Länder der damaligen Europäischen Gemeinschaft die Einführung der Sommerzeit. Die Umsetzung erfolgte 1977. Als Hauptgrund galt die Annahme, durch eine bessere Nutzung des Tageslichtes Energie sparen zu können. Diese Überlegung war insbesondere noch eine Nachwirkung aus der Zeit der Ölkrise.
Ende 1994 wurden die unterschiedlichen Sommerzeitregelungen in der Europäischen Union vereinheitlicht. Die einheitliche Sommerzeit gilt seitdem in allen EU-Mitgliedsstaaten einschließlich ihrer Landesteile, die in der Nähe von Europa liegen. Sie gilt jedoch nicht in jenen Landesteilen, die nicht auf dem Gebiet des Kontinents selbst liegen, zum Beispiel in Französisch-Guayana.

Die alljährliche Verwirrung und zeitlichen Problemen werden nicht ausbleiben… aber so ist das mit den nützlichen Dingen auf dieser Welt :)

Quellen: NDR, Wikipedia

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This entry was posted on Mittwoch, Oktober 21st, 2009 at 11:35 and is filed under Ausdruck. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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